A Travellerspoint blog

Tag 5

Seawalk

sunny 24 °C

Wir zogen die Vorhänge weg und schon wieder schien die Sonne in unser Zimmer. Das blaue Meer leuchtete und lud zum Baden ein. Die Blütenpracht der verschiedenfärbigen Bouganviglia blendete uns. Nach dem Frühstück sollten wir mit einem Boot zum Start des Seawalk gebracht werden. Was das ist? Das sollt ihr gleich erfahren.

Mit dem Hoteltaxiboot wurden wir ans Ende der Bucht von Grand Baie gebracht. Dort befindet sich eine Tauchstation der besonderen Art. Zuerst hatten wir Trockentraining. Hier wurde uns erklärt, dass der Seawalk auch von Nichtschwimmern gemacht werden kann. Man bekommt einen Helm aufgesetzt, der während der gesamten Dauer des Tauchgangs die Sauerstoffversorgung übernimmt und kein Wasser an den Kopf lässt. Das OK Zeichen und Rauf und Runter sowie Problem wurde noch vorgezeigt und von uns geübt. Dann ging es mit vier Chinesen auf ein Schnellboot und mit diesem bei herrlichem Wetter auf türkisblauen Meer zu einem am Ende der Bucht ankernden Boot.

Seawalk

Seawalk

Dort wurden wir von einem lachenden Baywatch Boy empfangen, der uns vom einen auf das andere Boot half. Dort wurden die passenden Gummischuhe für uns gefunden. Diese sind wichtig, da die Korallenstücke, die am Boden liegen, sehr scharf sind und man sich damit verschneiden könnte. Ich erhielt noch einen Gürtel mit Gewichten. Damit ich wohl noch schwerer bin und gar nicht mehr hochkomme – nein, im Gegenteil. Ich wurde gleich eingeladen, als Erste über die Stiege ein Stück nach unten zu steigen. Als ich die Wasserkante erreicht hatte, wurde mir der Helm aufgelegt.

Seawalk Grand Baie

Seawalk Grand Baie

Dann ging es nur noch abwärts auf den Meeresgrund. Die ganze Bucht ist in etwa nur bis zu vier Meter tief. Unser Spaziergang auf dem Meeresgrund würde in 3,5 Metern Tiefe stattfinden. Ein komisches Gefühl hatte ich schon, als die Fische rund um mich herum schwammen. Sofort befand ich mich Mitten in einem Schwarm schwarzweiß gestreifter Fische. Ich hatte mit der Atmung und den Druck zu kämpfen und zeigte, dass ich wieder nach oben wollte. Der Tauchlehrer beruhigte mich und zeigte, dass ich tiefeinatmen und mit der Hand in den Helm greifen sollte, um den Druckausgleich über die Nase zu machen. Das funktionierte auch gleich und ich machte mit den Fingern das vereinbarte Zeichen zum OK.

So blieb ich unter Wasser, was für mich auch sehr beeindruckend war. Wir erhielten ein Stück Brot, hielten das hoch und die Fische fraßen uns aus der Hand. Natürlich zwickte mich auch einer leicht in den Hintern. Wahrscheinlich war er ein Fleischfresser und kein Vegitarier. Stücke von Korallen und ein Seeigel wurden uns gereicht, damit wir sie fühlen konnten. Auch Nemo kam einen Sprung vorbei. Irgendein roter Fisch beehrte uns auch. Jedenfalls war der Unterwasserspaziergang, der etwa 15 Minuten gedauert und 1.200 Rupien (Landeswährung) gekostet hat, ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

Dann ging es wieder zur Stiege und die Männer halfen uns mit den schweren Helmen auf das Boot zu gelangen. Trotzdem war mir am Schiff wieder wohler. Trotzdem würde ich es jedem empfehlen, der dazu Gelegenheit hat. Dafür bewegt sich der Schreibtisch jetzt irgendwie hin und her, als ob ich mich auf einem Boot befinden würde, aber das habe ich immer nach Bootsfahrten. Zum Hotel gingen wir dann zu Fuß zurück. War ein schöner Spaziergang.

Hotel Grand Baie

Hotel Grand Baie

Dort warteten die Sonnenliegen wieder auf uns und wir genossen einen Tag der Erholung. Heute wurde der offene Speisesaal (er hat keine Fenster und Türen, folglich muss es das ganze Jahr über warm sein) schon ab Mittag mit Lichterketten geschmückt. Am Abend wird es ein indisches Buffet geben und danach an der Poolbar einen indischen Tanzabend.

Jetzt ruft aber der Muchezin vom Minerette gegenüber dem Hotel zum Abendgebet. Darin schließen wir auch unseren Nachbarn ein.

Posted by FEgoesMAURITIUS 07:30 Archived in Mauritius

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